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Weihnachtsgeld: Pflicht oder Kür?

30.10.2019

Rechtsfrage des Tages:

Die Weihnachtszeit naht mit großen Schritten. Und viele Arbeitnehmer können sich über einen Zuschuss in Form von Weihnachtsgeld freuen. Wer hat denn Anspruch auf die Sonderzahlung?

Antwort:

Ist das Weihnachtsgeld Bestandteil Ihres Arbeitsvertrags, gibt es keine Diskussion. Meist im November können Sie sich über einen zusätzlichen Geldsegen freuen. Aber Vorsicht! Finden Sie im Vertrag einen sorgfältig formulierten Widerrufsvorbehalt, kann Ihr Arbeitgeber die Zahlung in diesem Jahr aussetzen.

Ein Anspruch auf Weihnachtsgeld oder auch ein 13. Gehalt kann sich auch aus einem für Sie geltenden Tarifvertrag ergeben. Aber auch ohne solche vertraglichen Regelungen haben Sie eine Chance. Hat Ihr Arbeitgeber nämlich mindestens drei Jahre lang vorbehaltlos ein Weihnachtsgeld ausgezahlt, ist dies zur betrieblichen Übung geworden. Daran ist Ihr Chef gebunden. Etwas Anderes gilt nur, wenn er die Zahlung ausdrücklich als freiwillige Leistung deklariert hat.

Ist Ihr Weihnachtsgeld im Rahmen der betrieblichen Übung in den letzten Jahren unterschiedlich hoch ausgefallen, kann der Arbeitgeber auch in diesem Jahr einen anderen Betrag auszahlen. Allerdings muss er für die Bemessung des Weihnachtsgeldes sachliche und nachvollziehbare Gründe heranziehen. Eine willkürliche Kürzung ist nicht zulässig und kann zudem gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen.

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